Strohbär Bubsheim

Strohbärfreunde aus Bubsheim

Strohbären in Bubsheim

Strohbär Bubsheim
Strohbär Bubsheim

Im Heimatbuch der Gemeinde Bubsheim finden sich Hinweise, wie das Strohbärtreiben in früheren Zeiten sich zugetragen hat: „Nach der Broschüre `Dorfschule vergangner Zeit` von Dr. Agnes Banholzer, begann die jährliche Fasnet am Brunnen beim Schulhaus am Schmotzigen Donnerstag mit dem Pflugumzug. An der Fasnet gingen die Männer von hier ab, die auf dem Rücken „Viehkummeter“ trugen. Auch die Strohbären, die zunächst beim Haus Martin Meßmer, nahe der alten Kirche, zusammengekommen waren, trafen sich wieder beim Schulhaus. Die Kinder hatten immer einen Heidenrespekt, wenn sich am Schmotzigen Donnerstag die Narren und die alten Hexen unter großem Geschrei und Lärm vor dem Schulhaus trafen. Dem Lehrer wiederum war dies ein großes Ärgernis, denn die Aufmerksamkeit der Schulkinder während des Unterrichts war – wie könnte es auch anders sein – nicht gerade groß. In früheren Zeiten spielte sich die Fanset größenteils auf den Dorgassen ab.“

So ging es bis in die 1970er Jahre, dass in Bubsheim mehrere Strohbären mit ausgedroschenem Stroh gebunden und durchs Ort geführt wurden. Auch war es Brauch, dass man die örtlichen Geschäfte und Betriebe besuchte und bewirtet wurde.

Mit dem Wandel der Zeit änderte sich auch das Strohbärtreiben. Seit Gründung der Habermuszunft 1984 läuft ein Strohbär beim Umzug am Schmotzigen Donnerstag neben Pflug, Egge, Narren und Bauersleuten mit, wenn der Narrensamen gesät wird.

Traditionell wird der Strohbär von den Neuntklässlern gebunden und beim Umzug geführt. Damit der Strohbär keine allzu derben Späße mit den Zuschauern treibt, wird er an mehreren Seilen geführt. In Bubsheim hat es sich so eingebürgert, dass die Kinder den Bären mit Schneebällen ärgern und dieser die Kinder dafür ordentlich erschreckt.   

Da auch die Neuntklässler am Schmotzigen die Schule besuchen müssen, treffen sie immer schon vor der Fasnet und bereiten die Strohündel vor. Heute wird ungedroschenes Stroh, das von der Narrenzunft geerntet wird, verwendet, da dieses länger und nicht geknickt ist und somit besser hält. Bis vor einigen Jahren wurden die Bündel dann direkt an den Strohbären gebunden, was natürlich sehr schwierig ist und deshalb zu Verlusten während des Laufen geführt hat.

Heute hat die Narrenzunft Jacke und Hose erstellt, an welche die Strohbündel angebunden werden. In Bubsheim verwendet man hierzu in der Regel Hafer, den die Bubsheimer in ihrem Dialekt „Haber“ nennen.

Die Narrenzunft Wellendingen freut sich über den Strohbär aus Bubsheim

About the author: narrinarro

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